Neuer Laien-Defibrillator an der Kirche St. Elisabeth

Der 16. Laien-Defibrillator wird in Straubenhardt eingeweiht.

 

An der Kirche St Elisabeth ist ab sofort ein weiterer öffentlich zugänglicher Laien-Defibrillator der Björn Steiger Stiftung zu finden. In Straubenhardt sind nun insgesamt 16 solcher handlich mobilen Geräte zu finden. Wer Zeuge eines Herznotfalls wird, kann damit Erste Hilfe leisten und Leben retten. Die Bedienung des Laien-Defibrillators, auch AED (Automatisierter Externer Defibrillator) genannt, ist absolut narrensicher: Nach dem Einschalten gibt er alle Anwendungsschritte akustisch vor. Im Rahmen des Projekts „Herzsicheres Straubenhardt“ stattet die Björn Steiger Stiftung öffentliche und hoch frequentierte Orte mit Laien-Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Das Gerät befindet sich in einem Wandkasten am Eingang zur Kirche. Initiiert wurde die Umsetzung durch das Kinderhaus St Elisabeth. Finanziert wurde es von der Firma POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH.

Am plötzlichen Herztod sterben ungefähr 100.000 Menschen pro Jahr. Oft sterben sie, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird. Dabei ist Leben retten kinderleicht.

Die Björn Steiger Stiftung kämpft schon lange gegen den Herztod in Deutschland. Sie hat seit 2001 bereits rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. 2013 startete das Projekt „Herzsicher“, inzwischen rüstet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung. In Straubenhardt startete das Projekt 2018. Mittlerweile verfügt die Gemeinde über 16 Laien-Defibrillatoren. An der Wilhelm-Ganzhorn-Schule wird zudem das Projekt „Retten macht Schule“ durchgeführt. Hierbei lernen alle Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse die Wiederbelebungsmaßnahmen. Außerdem fanden bereits zwei öffentliche Schulungen für alle Bürgerinnen und Bürger Straubenhardts in Reanimation statt.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.